Die Conversion Rate ist einer der bedeutendsten Erfolgsfaktoren im Online-Handel. Sie beschreibt das Verhältnis von Besuchern zu Käufern eines Online-Shops. Im ECC-Shopmonitor Spezial mit dem Themenschwerpunkt Usability wurde unter anderem speziell das Abbruchverhalten von Onlinekunden mit Kaufabsicht untersucht - die Conversion Rate 2. Obwohl die Conversion Rate 2 der 20 umsatzstärksten Online-Shops mit 51,18 Prozent signifikant höher liegt als die allgemeine Conversion Rate mit cirka 4 Prozent, stellt sich die Frage, warum immer noch die Hälfte der Kunden den geplanten Kauf abbricht.
"Selbst viele der umsatzstärksten Online-Shops operieren deutlich unter ihrem Potential und schneiden im Benchmarkvergleich mit bescheidenem Erfolg ab", so Achim Himmelreich, Partner bei Mücke, Sturm & Company.
Produktangebot und -präsentation bieten größtes Optimierungspotential
Um den Gesamtumsatz maximieren zu können, ist es für Online-Shops essentiell, die Kaufabbruchraten in allen Phasen des Kaufprozesses zu kennen und mit Hilfe geeigneter Maßnahmen zu minimieren. Da Kunden mit konkreter Kaufabsicht den meisten Umsatz generieren, sollten diese bei der Analyse im Fokus stehen. Besonders aufschlussreich ist die getrennte Betrachtung von Bestands- und potentiellen Kunden: Vor allem bei den potentiellen Kunden bleiben hohe Umsatzpotentiale unausgeschöpft. Hierbei unterscheiden wir fünf Phasen des Kaufprozesses: der Besuch der Landing Page, das Produktange-bot, die Registrierung, die Auswahl des Bezahlverfahrens und die Eingabe der Zahlungsdaten.
Nach der eingehenden Analyse der Abbruchraten der 20 umsatzstärksten Online-Shops ergeben sich folgende Erkenntnisse:
Die wichtigste Phase beim Onlineeinkauf ist eindeutig die der Produktauswahl. Fast ein Viertel aller Kunden bricht zu diesem Zeitpunkt den Kaufprozess ab. Produktpräsentation und -information sowie der Usability der Website sollten deshalb mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Für Unternehmen, welche mit geringem Aufwand ihren Umsatz in nur kurzer Zeit steigern möchten, bietet die Optimierung des Payment-Portfolios einen schnell umsetzbaren Ansatz. "Die Analyse verdeutlicht, dass Unternehmen in der Optimierung des Bezahlverfahren-Portfolios, Umsatzsteigerungspotential von cirka 11 Prozent haben. Damit könnten Online-Shops ihren Umsatz mit geringem Aufwand und in schneller Umsetzung steigern", macht Achim Himmelreich deutlich.
Sind Sie neugierig geworden, wie die zwanzig umsatzstärksten Online-Shops und Shopping-Portale bei den weiteren Usability-Faktoren abschneiden? Möchten Sie erfahren, welche Online-Shops besonders (un)bekannt sind? Interessiert Sie der Einfluss der Usability auf die Imageplatzierung und die unterschiedlichen Bewertungen in Abhängigkeit des Bekanntheitsgrades?
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